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Melilla Mehr als Hundert Flüchtlinge stürmen auf spanisches Gebiet

Dutzende Afrikaner haben bei einem Ansturm auf die spanische Nordafrika-Exklave Melilla europäisches Territorium erreicht. Dabei sollen Polizisten und Flüchtlinge von umherfliegenden Gegenständen verletzt worden sein.

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Die Grenzen der spanischen Exklave Melilla sind stark gesichert. Viele afrikanische Migranten werden davon allerdings nicht abgehalten. Quelle: AP

Madrid Bei einem neuen Ansturm von Migranten auf Melilla sind Dutzende Afrikaner in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt. Rund 110 Menschen hätten am Dienstag vom Gebiet Marokkos aus die sechs Meter hohen Grenzzäune überklettern können, teilte die Vertretung der spanischen Regierung mit.

Den Angaben zufolge versuchten insgesamt rund 300 Flüchtlinge, am frühen Vormittag die Exklave zu stürmen. Sie hätten dabei die spanischen und marokkanischen Polizisten mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen. Drei Beamte und drei Flüchtlinge seien verletzt worden.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der beiden Gebiete harren Zehntausende Afrikaner vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen. Diesen Afrikanern haben sich nach Angaben aus Marokko seit 2015 auch Flüchtlinge aus Syrien zugesellt.

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