Mercosur Südamerika sucht den Handel mit der EU

Brasilien schaut dem protektionistischen Gebaren von US-Präsident Donald Trump nicht lange zu. Zusammen mit anderen Mitgliedern des Wirtschaftsblock Mercosur treibt das Land nun ein Handelsabkommen mit der EU voran.

Handelsgüter in einem südamerikanischen Hafen: Der Wirtschaftsblock Mercosur bringt Tempo in Handelsgespräche mit der EU. Quelle: dpa

BrasiliaBrasilien rechnet noch in diesem Jahr mit einer Rahmenvereinbarung für ein Handelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Wirtschaftsblock Mercosur.

Dass die USA unter Präsident Donald Trump auf eine Isolationspolitik einschwenkten, ermutige Südamerika, nach anderen Handelsmöglichkeiten zu suchen, sagte der brasilianische Außenminister Aloysio Nunes am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Daher drückten die Mercosur-Staaten bei den Verhandlungen mit der EU aufs Tempo, sagte er.

Zum Gemeinsamen Markt Südamerikas (Mercosur) gehören neben Brasilien auch Argentinien, Uruguay und Paraguay. Die Handelsgespräche zwischen der EU und Mercosur dauern bereits seit Jahren.

Er hoffe, dass es in der nächsten Woche in Buenos Aires zu einem Durchbruch komme, sagte Außenminister Nunes. "Es gibt eine Intensivierung unserer Gespräche mit der EU, und wir kommen in eine Phase der Entscheidung. Wir werden noch in diesem Jahr eine umfassende politische Vereinbarung unterzeichnen und später heikle Fragen verhandeln."

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