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Migration in Europa Österreich empfiehlt Deutschland Einreise-Visa für Flüchtlinge

Der österreichische Kanzler Werner Faymann will an der Politik der geschlossenen Grenzen festhalten. Deutschland empfiehlt er die Ausstellung von Transitvisa – sofern Berlin weitere Flüchtlinge willkommen heiße.

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In der Flüchtlingskrise kam es immer wieder zum Schlagabtausch zwischen der österreichischen und der deutschen Regierung. Beide warfen sich Alleingänge vor. Quelle: Reuters

Wien Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann hat Deutschland die direkte Flüchtlingsaufnahme per Visa nahegelegt. Er schlage vor, dass „Deutschland, wenn es bereit ist, weiterhin Flüchtlinge in großer Zahl aufzunehmen, an der EU-Außengrenze oder außerhalb der Europäischen Union Transitvisa ausstellt“, sagte er der Wiener Zeitung „Kurier“ vom Samstag. „Das ist die einzige Möglichkeit, um zu verhindern, dass es zu unkontrollierten Einreisen kommt.“

Österreich hat seine Grenzen zu osteuropäischen Staaten in der Flüchtlingskrise nahezu komplett geschlossen, was mit zum Aus für die Balkanroute führte. Deutschland hat die Entscheidung als Alleingang kritisiert.

Mit Beginn des Frühlings fürchtet Österreich, dass nun vermehrt Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Italien kommen und dann versuchen, über Österreich nach Deutschland weiterzureisen. Das will das Land unter anderem durch eine stärkere Sicherung des Brenner-Passes in den Alpen verhindern. Faymann rief die EU-Partner auf, sich auf eine neue Flüchtlingswelle vorzubereiten. „Wer behauptet, ohne Limitierung Flüchtlinge aufnehmen zu können, sagt nicht die Wahrheit.“

In den ersten Monaten des Jahres sind mehr Flüchtlinge in Italien angekommen als im Vorjahr. Allerdings sind es weit weniger als zuletzt über die Ägäis kamen, selbst nach Schließung der Balkanroute. Zudem handelt es sich fast ausschließlich um Afrikaner, während über die Ägäis hauptsächlich Syrer, Afghanen und Iraker kommen.

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