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Migration Zahl der Asylanträge in EU um Hälfte gesunken

Die Zahl der Asylbewerbe in der EU sinkt: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden bis September rund 50 Prozent weniger Anträge gestellt. Dabei bleibt Deutschland das begehrteste europäische Zuwanderungsland.

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EU-weit sinkt auch die Zahl der positiven Asylbescheide. In Deutschland werden zudem weniger unerlaubte Einreisen registriert. Quelle: dpa

Berlin Die Zahl der Asylbewerber ist in der EU um die Hälfte gesunken. Von Januar bis September wurden 479.650 erstmalige Anträge registriert - 50 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2016 -, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf neue Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat berichten. Im gesamten Jahr 2016 hatten in der EU demnach noch 1,2 Millionen Flüchtlinge Asyl beantragt, 2015 waren es etwa 1,25 Millionen.

Deutschland ist das wichtigste EU-Zielland für Asylbewerber. Nach den aktuellsten Zahlen des Bundesinnenministeriums, die aber schon weiter reichen als die EU-Zahlen, wurden bis November 207 157 Asylanträge gestellt. Das waren 71 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs mit 723.027 Anträgen.

Der zitierten EU-Statistik zufolge werden inzwischen europaweit weniger als die Hälfte der Asylanträge in erster Instanz anerkannt. Die Quote der positiven Entscheidungen hatte in der EU demnach im zweiten Halbjahr 2016 bei 62 Prozent gelegen, im ersten Halbjahr 2017 bei 48 Prozent und im dritten Quartal diesen Jahres nur noch bei 43 Prozent.

In Deutschland halbierte sich auch die Zahl der registrierten unerlaubten Einreisen und Einreiseversuche, wie die „Heilbronner Stimme“ unter Berufung auf Angaben der Bundespolizei berichtet. Demnach wurden bis Ende November 45.792 Personen deswegen angezeigt. Im gesamten Vorjahr waren es demnach 111.000.

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