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Mike Pence US-Vizepräsident sieht Zeit gekommen, „das Maduro-Regime zu beenden“

In Venezuela kann sich Oppositionsführer Guaidó der Unterstützung der USA sicher sein. Laut Vizepräsident Pence arbeite man an einem friedlichem Wechsel.

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Der US-Vize bezieht klar Stellung zu der politischen Situation in Venezuela. Quelle: dpa

Caracas Der selbst ernannte venezolanische Interimspräsident Juan Guaidó hat Angebote Mexikos und Uruguays abgelehnt, in seinem Machtkampf mit Präsident Nicolás Maduro zu vermitteln. In einem am Freitag veröffentlichten offenen Brief bat er die Präsidenten beider Länder, Andrés López Obrador und Tabaré Vázquez Rosas, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte, Washington arbeite an einem „friedlichen Wechsel“, damit Guaidó an die Macht komme.

Pence sagte bei einem Treffen mit geflohenen Venezolanern, seine Regierung werde Maduro weiter schwächen. „Dies ist nicht die Zeit für Dialog“, sagte er, „es ist an der Zeit, das Maduro-Regime zu beenden.“

Die USA haben Guaidós als Parlamentspräsident erhobenen Anspruch anerkannt, bis zu demokratischen Wahlen Übergangspräsident Venezuelas zu sein. Guaidó und etliche Staaten erkennen Maduros Wiederwahl im vergangenen Jahr nicht an. Auch die USA haben Angebote Mexikos, Uruguays und des Vatikans abgelehnt, sich für einen politischen Dialog in Venezuela einzusetzen.

Guaidó schrieb in seinem offenen Brief, sich neutral zu verhalten bedeute, sich auf die Seite Maduros zu stellen. López Obradors und Vázquez' Vermittlungsangebot weise er respektvoll zurück. Sein Ziel seien demokratische Wahlen in seinem Land.

Der Vorsitzende des venezolanischen Parlamentsausschusses für internationale Angelegenheiten, Francisco Sucre, sagte zum Abschluss seiner dreitägigen Europareise in Madrid, europäische und lateinamerikanische Länder, die Guaidó unterstützten, sollten sich für eine Ablösung Maduros ohne Verhandlungen einsetzen. „Es kann da keine Diskussion geben, Maduro muss gehen“, sagte er der Nachrichtenagentur AP.

Das Europaparlament hatte am Donnerstag die EU-Mitgliedsstaaten aufgerufen, Guaidó als Interimspräsident anzuerkennen. Sucre sagte, er begrüße das Engagement der EU, „weil wir ihre Kooperation in den ersten Phasen der Erholung unseres Landes brauchen werden“.

Der US-Ölkonzern Chevron teilte mit, sein Geschäft in Venezuela werde auf „absehbare Zeit“ normal weiterlaufen, obwohl die USA Sanktionen gegen Petróleos de Venezuela verhängt haben. Chevron betreibt vier Joint Ventures mit dem venezolanischen Staatskonzern. Die US-Regierung hat US-Unternehmen verboten, mit PDVSA Geschäfte zu machen, doch für Firmen, die bereits in dem südamerikanischen Land aktiv sind, gilt eine sechsmonatige Gnadenfrist.

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