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Militärausgaben Litauens Außenminister lobt Trumps Kurs bei Nato-Gipfel

Trump hatte auf dem Nato-Gipfel vergangene Woche massiven Druck auf die Nato-Staatschefs ausgeübt. Aus Litauen kriegt er jetzt Rückendeckung.

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„Der Druck von Trump hat etwas bewirkt“, sagte Litauens Außenminister. Quelle: AP

Berlin Litauens Außenminister Linas Linkevicius hat das aggressive Auftreten von US-Präsident Donald Trump auf dem Brüsseler Nato-Gipfel in der vergangenen Woche gelobt. „Vielleicht war die Sprache des amerikanischen Präsidenten für einige zu scharf, aber seine Botschaft war legitim“, sagte Linkevicius dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

Das Ziel, jedes Mitglied solle bis 2024 mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben, sei in der Vergangenheit nur von wenigen Nato-Mitgliedern ernst genommen worden. Das habe sich durch den Gipfel geändert. „Der Druck von Trump hat etwas bewirkt“, sagte der Minister.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe eine „sehr verantwortungsvolle Position“ vertreten, sagte Linkevicius weiter. „Sie sagte, sie werde ihr Bestes tun, um die Verteidigungsausgaben ihres Landes zu erhöhen“.

Der US-Präsident hatte die anderen Staats- und Regierungschefs bei dem Nato-Treffen mit Druck und Drohungen massiv bedrängt, rasch mehr in Verteidigung zu investieren. Deutschland griff er dabei besonders an. Der US-Präsident drohte sogar mit einem Alleingang der USA, sollten nicht alle Bündnispartner sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung ausgeben. Wegen des Streits musste die Militärallianz zum ersten Mal seit zehn Jahren eine Krisensitzung einberufen.

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