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Mindestkurs zum Euro Schweiz deckelt den Franken

Die Schweiz greift nach der starken Aufwertung des Franken zu harten Maßnahmen. Die Notenbank legt einen Mindestkurs für den Franken fest und will ihn durch Devisenkäufe verteidigen. Der Kurs reagiert prompt.

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Eine Euro-Münze (l) und ein Quelle: dpa

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat in ihrem Kampf gegen die Frankenstärke einen Wechselkurs zum Euro festgelegt und will diesen mit allen Mitteln durchsetzen. Die SNB toleriere ab sofort keinen Euro-Wechselkurs unter 1,20 Franken mehr, teilte sie mit. Die Notenbank der Schweiz will den Mindestkurs unbedingt durchsetzen und dazu notfalls unbeschränkt Devisen kaufen.

Die Europäische Zentralbank betonte, an der Entscheidung der Schweizer nicht beteiligt gewesen zu sein. Sie nehme die Entscheidung der SNB zur Kenntnis, erklärte die EZB. Die Schweizer Notenbank habe diesen Schrittin „eigener Verantwortung“ unternommen.

Empfindliche Exportwirtschaft

Die Schweiz ist in den vergangenen Monaten durch die drastische Aufwertung ihrer Landeswährung gegenüber dem Euro unter Druck geraten. Für die Schweizer Exporteure hatte dies zur Folge, dass sich ihre Güter im Ausland verteuert haben und damit weniger wettbewerbsfähig waren. Da die meisten Schweizer Exporte in den Euroraum gehen ist die Wirtschaft des Landes bei Schwankungen des Euro-Wechselkurses besonders anfällig.

Die Nachricht des massiven Eingriffs der Schweizer Notenbank traf die meisten Anleger unvorbereitet. Der Wechselkurs des Euros zum Franken sprang in der Spitze um fast zehn Prozent auf 1,2150 Franken an und pendelte sich anschließend im Bereich des von der SNB ausgerufenen Wechselkursziels bei 1,20 Franken ein.

Im Zuge des Kurssprungs zum Franken konnte der Euro auch gegenüber den anderen wichtigen Währungen Boden gut machen. Zum US-Dollar fiel der Franken um 8,7 Prozent auf 0,8559 Franken. Sowohl zum Greenback als auch zum Euro verzeichnete der Franken damit seinen bislang höchsten Tagesverlust.

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