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Ministerrat Merkel und Macron stellen sich in Toulouse hinter Airbus

In der deutsch-französischen Verteidigungspolitik werden die Projekte Kampfflugzeug und Panzer konkreter. Auch bei Rüstungsexporten will man sich einigen.

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Die beiden Staatsoberhäupter wollen US-Strafzölle gegen Airbus verhindern. Quelle: Reuters

Frankreich und Deutschland haben sich angesichts drohender US-Strafzölle auf europäische Produkte hinter den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus gestellt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe sich das Treffen mit Angela Merkel in Toulouse gewünscht, um ein „industrielles Flaggschiff zu verteidigen“, schrieb er am Mittwoch nach einem Besuch des wichtigen Airbus-Standorts mit der deutschen Kanzlerin auf Twitter.

Beide seien stolz darauf, bei einem Weltunternehmen zu Gast zu sein, betonte die Kanzlerin. Man werde „alles tun, was staatlicherseits zu tun ist“, damit Airbus auch in Zukunft erfolgreich sei. Die USA wollen von diesem Freitag an Strafzölle in Milliardenhöhe auf EU-Importe verhängen, weil der europäische Flugzeugbauer rechtswidrige EU-Subventionen erhalten hatte.

In Toulouse laufen die Fäden bei Airbus zusammen, dort findet die Endmontage vieler Flugzeuge statt, der große Teil des Managements sitzt dort. Merkel und Macron sind für den Deutsch-Französischen Ministerrat nach Toulouse gereist und haben zunächst den Flugzeugbauer besucht. Merkel würdigte den Ort als „symbolträchtig“.

Airbus gilt als Musterbeispiel der deutsch-französischen Industriepolitik. Mit Blick auf die Geburtsstunde von Airbus vor 50 Jahren betonte Merkel, dass damals „weise Entscheidungen getroffen wurden“. Macron und Merkel haben sich in Toulouse unter anderem die Fertigungshalle des Langstreckenjets A350 angeschaut.

Anschließend haben sie mit einigen jungen Leuten gemeinsam in einem A350-Ausbildungsflugzeug gegessen. Es sei jetzt eine große Möglichkeit, mit Vertretern der jungen Generation über die Zukunft des Unternehmens zu sprechen, sagte Merkel. Man setze volles Vertrauen in die Auszubildenden, dass sie jetzt die Zukunft von Airbus prägen werden.

Mehr: Die Strafzölle wegen EU-Subventionen für Airbus sollen in wenigen Tagen in Kraft treten. Doch die EU will „bis zur letzten Minute“ gegen Strafzölle kämpfen.

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