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Mitt Romney Heuschrecke und Raubtierkapitalist?

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Romney profitiert von geringem Steuersatz

Obamas Konkurrenten
Die Kandidaten der Republikaner
Herman Cain Quelle: dapd
Michele Bachman Quelle: REUTERS
Jon Huntsman Quelle: dapd
Newt Gingrich Quelle: REUTERS
Rick Perry Quelle: dapd
Rick Santorum Quelle: dpa

Romney versuchte bislang im Wahlkampf, mit seinen Erfahrungen aus der Wirtschaft zu punkten. Anders als seine Mitbewerber und Amtsinhaber Barack Obama wisse Romney, so seine Botschaft, wie man Jobs schaffe. Nach eigenen Angaben habe er bis zu 100.000 Jobs geschaffen. Der Wahlspot seiner Gegner vermittelt ein anderes Bild: Er zeigt anhand von vier konkreten Beispielen, wie Zehntausende Jobs vernichtet wurden.

Fakt ist: Anfang der 1980er-Jahre gründete der damals 37-jährigte Romney den Finanzinvestor Bain Capital. Das Bostoner Unternehmen kaufte in Schieflage geratene Firmen auf, sanierte sie und verkaufte sie anschließend mit hohem Gewinn weiter. Der Wahlspot „When Romney came to town“ behauptet, Bain Capital hätte bis zu 900 Prozent Gewinn bei den Deals erwirtschaft – während tausende Arbeiter ihre Jobs verloren hätten.

Die wichtigsten Termine der US-Vorwahlen 2012

Mitt Romney wurde durch seine Arbeit reich. Sein Vermögen wird auf bis zu 250 Millionen Dollar geschätzt. Dennoch zahlt der Ex-Gouverneur von Massachusetts wie er am Dienstag selbst gestand, einen geringeren Steuersatz als ein Großteil seiner Landsleute. Romney gab an, nur einen Einkommenssteuertarif von 15 Prozent zu zahlen, weil seine Einkünfte überwiegend aus Investmentgeschäften stammen. Das liegt deutlich unter dem US-Topverdienern abverlangten Steuersatz von 35 Prozent – und dürfte die Gerechtigkeits-Debatte weiter anfeuern.

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