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Mittelmeer-Streit Griechisches Parlament billigt AWZ-Abkommen mit Italien und Ägypten

Griechenland hat zwei Abkommen zur Festlegung von Ausschließlichen Wirtschaftszonen ratifiziert. Die Türkei erkennt dies allerdings nicht an.

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Griechenland hat wegen den Spannungen mit der Türkei seine Flotte in Alarmbereitschaft gesetzt. Quelle: dpa

Griechenlands Parlament hat am Mittwochabend zwei Abkommen zur Festlegung der Ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) mit seinen Mittelmeernachbarn Italien und Ägypten mehrheitlich ratifiziert. Dies teilte das Parlamentspräsidium mit. Mit diesen zwei Abkommen erkennen die drei Staaten an, dass die griechischen Inseln einen Festlandsockel und eine Wirtschaftszone haben.

Dies jedoch bestreitet die Türkei. Der Ansicht Ankaras nach haben Inseln – auch große wie Kreta und Rhodos – nur Hoheitsgewässer. Dies hat in den vergangenen Wochen zu einer der gefährlichsten Krisen im Mittelmeer seit Jahrzehnten geführt: Seit Anfang August bewegen sich zahlreiche Schiffe der türkischen Kriegsmarine im östlichen Mittelmeer südlich der griechischen Inseln Rhodos und Kreta und begleiten ein türkisches Forschungsschiff in der umstrittenen Region. Athen setzte seine Flotte in Alarmbereitschaft.

Die Abkommen zwischen Athen und Rom sowie Athen und Kairo gelten als Reaktionen auf eine ähnliche Zusammenarbeit der Türkei mit Libyen. In dem Abkommen mit Tripolis hatte Ankara Griechenland im November jedes Recht auf eine solche AWZ südlich von Kreta und anderer Inseln abgesprochen, wo reiche Erdgasvorkommen vermutet werden. Die EU verurteilte dies.

Vor allem mit dem Abkommen zwischen Ägypten und Griechenland wird praktisch ein Strich durch die libysch-türkische Zone gezogen. Denn die neue griechisch-ägyptische Zone ist mit ihr größtenteils identisch.

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