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Motorradhersteller Harley-Davidson mit Gewinneinbruch – Trump droht mit Vergeltung

Der Verkauf von Harley-Davidson geht zurück, vor allem in America. US-Präsident Trump sieht das Problem aber in Europas erhöhten Zöllen.

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Der Motorradbauer musste im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verbuchen. Quelle: AP

Milwaukee, Washington Der Zollstreit mit der EU hat erneut die Bilanz des Motorradbauers Harley-Davidson belastet – das bringt US-Präsident Donald Trump in Rage. Im ersten Quartal sank der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um mehr als ein Viertel auf 127,9 Millionen Dollar (113,7 Mio Euro), wie Harley-Davidson am Dienstag mitteilte. Die Erlöse fielen um zwölf Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar.

Trump machte bei Twitter seinem Ärger darüber Luft, dass die US-Traditionsfirma in der EU unter erhöhten Zöllen litt, die im Zuge des Handelsstreits verhängt wurden. „So unfair gegenüber den USA“, schrieb Trump und drohte mit Vergeltung. Allerdings sanken die Harley-Verkäufe in den USA, wo der Hersteller unter einer alternden konservativen Kundschaft leidet, sogar noch stärker als im Ausland.

Trotz Trumps jüngstem Tweet war das Verhältnis zwischen dem US-Präsident und Harley-Davidson zuletzt eigentlich eher angespannt. Trump hatte die US-Kultfirma wiederholt scharf kritisiert und im vergangenen Jahr sogar Boykottaufrufe seiner Anhänger unterstützt. Er war verärgert, weil Harley-Davidson angekündigt hatte, wegen der Strafzölle einen Teil der Produktion ins Ausland zu verlagern.

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