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Muktada al-Sadr Wahlsieger im Irak will bei Regierungsbildung niemanden ausschließen

Bei der Regierungsbildung im Irak sollen alle Bevölkerungsteile berücksichtigt werden. Das kündigte zumindest der schiitische Wahlsieger al-Sadr an.

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Der Geistliche Al-Sadr hat mit seiner Liste die Parlamentswahl im Irak gewonnen. Nun muss er sich bei der Regierungsbildung auf die Suche nach Partnern machen. Quelle: dpa

Bagdad Der schiitische Geistliche und Wahlsieger Muktada al-Sadr will bei seiner künftigen Regierung im Irak alle Bevölkerungsteile berücksichtigen. Sein Kabinett werde „inklusiv“ sein, niemand werde ausgeschlossen, sagte er am späten Samstagabend nach seinem ersten Treffen mit Regierungschef Haidar al-Abadi nach der Parlamentswahl. Wie sich die Regierung konkret zusammensetzen soll, sagte er aber nicht.

Bei der Abstimmung hatte Al-Sadrs Koalition vor einer Woche die meisten Parlamentssitze erhalten. Weil jedoch kein Block die Mehrheit erlangte, war mit wochen- oder sogar monatelangen Koalitionsverhandlungen gerechnet worden.

Al-Sadr selbst gilt als zwiespältige Figur im irakischen Politikbetrieb. Er bekämpfte das US-Militär und hetzte seine Milizen auf sunnitische Muslime. Der Nationalist stellte sich auch dem iranischen Einfluss im Land entgegen. Nachdem die Terrormiliz Islamischer Staat im Jahr 2014 Mossul erobert hatte, zog Al-Sadr seine Miliz unter dem neuen Namen Friedensbrigaden zusammen, um den IS zu bekämpfen.

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