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Mutmaßliche China-Spionage Politologe festgenommen und angeklagt

Fast zehn Jahre in geheimer Mission für China: Das wird einem deutschen Politologen vorgeworfen. Heute wird er dem Staatsschutzsenat vorgeführt.

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Hat ein deutscher Politologe China jahrelang mit Informationen von hochrangigen politischen Ansprechpartnern versorgt? Quelle: dpa

Wegen mutmaßlicher Spionage für China hat die Bundesanwaltschaft am Montag einen deutschen Politologen festnehmen lassen. Bereits im Mai sei am Oberlandesgericht (OLG) München Anklage gegen ihn erhoben worden, wie die Karlsruher Behörde am Dienstag mitteilte. Der Mann soll dem chinesischen Geheimdienst fast ein Jahrzehnt lang, von 2010 bis 2019, regelmäßig Informationen übermittelt haben - vor oder nach Staatsbesuchen oder multinationalen Konferenzen und auch zu aktuellen Fragen. Das Material habe der Mann, der seit 2001 einen international bedeutenden Thinktank betreibe, von seinen vielen hochrangigen politischen Ansprechpartnern gehabt.

Der Festgenommene sollte im Laufe des Tages in München dem Staatsschutzsenat des OLG vorgeführt werden, wie es hieß. Dort werde entschieden, ob er in Untersuchungshaft kommt. Zuvor hatte das ARD-Hauptstadtstudio über die Anklage berichtet.

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