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Nach Eurogruppen-Einigung Ratingagentur S&P hebt Kreditwürdigkeit Griechenlands an

Der Ausblick sei stabil, das Rating wurde von der Stufe B auf B+ heraufgesetzt. Für eine sichere Geldanlage sei das Land aber weiter ungeeignet, so S&P.

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Griechenland: Ratingagentur S&P hebt Kreditwürdigkeit an Quelle: dpa

London Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sieht nach dem beschlossenen Abschluss des EU-Rettungsprogramms die Kreditwürdigkeit Griechenlands positiver. Das Rating sei um eine Stufe von „B“ auf „B+“ heraufgesetzt worden, teilte S&P am Montagabend in London mit. Der Ausblick sei „stabil“.

Die Bonitätswächter begründeten ihre Entscheidung mit der jüngsten Bekanntgabe von Schuldenerleichterungen durch die Eurogruppe. Vor dem Wochenende hatten die EU-Finanzminister eine Einigung erzielt, die es Griechenland ermöglichen soll, nach acht Jahren das Euro-Rettungsprogramm zu verlassen und ab August finanziell wieder auf eigenen Beinen zu stehen.

Hauptziel der Einigung ist, das Vertrauen von Anlegern zu stärken und Griechenland die Aufnahme von Krediten zu erleichtern. Das verbesserte Rating von S&P ist nun ein Hinweis darauf, dass die Strategie wirkt. Positiv hat sich laut den Bonitätswächtern aber auch ausgewirkt, dass griechische Banken zuletzt Fortschritte beim Abbau der hohen Bestände an faulen Krediten gemacht haben.

Griechenland befindet sich aber trotz des verbesserten Ratings nach Einschätzung von S&P – wie auch der anderen führenden Ratingagenturen – weiterhin im sogenannten Ramsch-Bereich. Das Land gilt also als für eine sichere Geldanlage ungeeignet und kommt somit für viele große institutionelle Investoren wie Versicherer nicht in Frage. Nach wie vor bleibe der staatliche und private Schuldenberg hoch und die Anziehungskraft des Landes auf Investitionen aus dem Ausland sei gering, hieß es von S&P.

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