Nach geplatzem U-Boot-Deal Frankreich und Australien wollen wieder vertrauensvolle Beziehung

Macron und Albanese streben nach dem Streit um den geplatzten U-Boot-Deal neue Kooperationen an. Das haben die Regierungschefs in einem Telefonat betont.

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Der neue Premierminister von Australien will sich Frankreich wieder annähern. Quelle: dpa

Nach dem Zerwürfnis um einen geplatzten milliardenschweren U-Boot-Deal wollen Frankreich und Australien wieder eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen. Wie es in einem Schreiben des Pariser Élyséepalasts vom Donnerstag hieß, verständigten sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der neugewählte australische Premier Anthony Albanese darauf in einem Telefonat. Gemeinsam wollten sie demnach die Klimakrise und die strategischen Herausforderungen im Indopazifik überwinden. Die beiden Länder strebten zudem an, durch Kooperationen resilienter zu werden und zu Frieden und regionaler Sicherheit beizutragen.

Im Herbst hatten Australien, die USA und Großbritannien ohne Absprache mit den Verbündeten ein neues gemeinsames Sicherheitsbündnis im Indopazifik bekanntgegeben. Australien soll in diesem Rahmen Zugang zur US-Technik für Bau und Betrieb von Atom-U-Booten gegeben werden. Ein 56-Milliarden-Euro-Deal über U-Boote zwischen Frankreich und Australien war dadurch geplatzt. Paris reagierte wütend. Macron bezichtigte den damaligen australischen Premier Scott Morrison der Lüge. Auch in der Mitteilung des Élysée zum Telefonat am Donnerstag wurde Morrisons Vorgehen als Vertrauensbruch bezeichnet. Albaneses Labor-Partei gewann vergangene Woche die Parlamentswahlen in Australien.

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