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Nach Gewalt in Kaschmir Indien verhaftet Separatisten-Anführer

Indische Sicherheitskräfte haben führende Separatisten in Kaschmir festgenommen. Die Gewalt in der Region eskaliert wie seit zehn Jahren nicht mehr.

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Indien wirft Pakistan vor, Separatisten in der geteilten Himalaya-Region auszubilden und zu bewaffnen. Quelle: dapd

Srinagar Nach dem erneuten Aufflammen der Gewalt in Kaschmir haben indische Sicherheitskräfte am Montag führende Separatisten festgenommen und Teile der Unruheregion abgeriegelt. Sie errichteten in der Stadt Srinagar Barrikaden und verstärkten die Straßenpatrouillen. Einige Läden und Behörden blieben geschlossen, das mobile Internet wurde abgeschaltet und Zugverbindungen eingestellt.

Das Militär hatte die Bevölkerung am Sonntag aufgerufen, sich nicht von „anti-nationalistischen Kräften“ aufwiegeln zu lassen. Am Samstag waren sieben Zivilisten und ein Soldat bei Protesten ums Leben gekommen. Die Gewalt in Kaschmir hat in diesem Jahr ein Ausmaß erreicht wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr.

Indien wirft Pakistan vor, Separatisten in der geteilten Himalaya-Region auszubilden und zu bewaffnen. Die Regierung in Islamabad weist dies zurück. Sie unterstützt nach eigener Darstellung nur Muslime, deren Rechte von den indischen Sicherheitskräften verletzt würden.

Die zwei Staaten haben seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 mehrfach Krieg wegen Kaschmir geführt. Inzwischen verfügen beide über Atomwaffen. Die indischen Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben in diesem Jahr 242 Aufständische getötet. Zudem seien 101 Zivilisten und 82 Polizisten oder Soldaten ums Leben gekommen.

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