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Nach Giftanschlag Neuseeland würde gerne russische Spione ausweisen – findet aber keine

Der Inselstaat würde gerne seine Solidarität mit Großbritannien bekunden – findet jedoch keine russischen Geheimdienstmitarbeiter zum Ausweisen.

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Neuseeland möchte russische Spione ausweisen – findet aber keine Quelle: AP

Neuseeland würde sich gerne mit Großbritannien solidarisch zeigen und russische Geheimdienstmitarbeiter des Landes verweisen. Dabei gibt es jedoch einen Haken: Die Regierung findet keine.

„Wir haben es geprüft: Wir haben in Neuseeland keine ungemeldeten Geheimdienstmitarbeiter“, sagte Premierministerin Jacinda Ardern in der Morgenshow des neuseeländischen Radiosenders RNZ. „Wenn wir welche hätten, würden wir sie ausweisen.“ Es sei nicht überraschend, dass Neuseeland nicht auf der Top-Liste ausländischer Spione sei, fuhr Ardern fort.

Großbritannien, die USA, Kanada und zahlreiche europäische Länder, darunter auch Deutschland, hatten bekanntgegeben, dutzende russische Botschafts- und Konsulatsangehörige auszuweisen. Die Entscheidung fiel als Reaktion auf den Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter in Großbritannien. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurden sie mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet, der in der früheren Sowjetunion entwickelt wurde.

Unter den 60 Diplomaten, die in den USA des Landes verwiesen werden, sind nach Angaben aus Regierungskreisen auch zwölf Spione, die nach US-Erkenntnissen unter diplomatischem Deckmantel bei der russischen UN-Mission arbeiteten.

Auch Australien kündigte am Dienstag an, zwei russische Geheimdienstmitarbeiter auszuweisen.

Neuseeland ist Mitglied der Geheimdienstallianz „Five Eyes“ („Fünf Augen“), zu der weiterhin die USA, Großbritannien, Kanada und Australien gehören.

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