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Nach Militärputsch Medien: Tote und Verletzte bei blutigen Protesten in Myanmar

Die landesweiten Proteste eskalieren zunehmend. Der Sender CNN sprach vom bislang blutigsten Tag seit dem Militärputsch vom 1. Februar.

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In Myanmar sollen nach Berichten von Lokalmedien und Augenzeugen bei landesweiten Protesten gegen den Militärputsch mehrere Menschen getötet, verletzt und festgenommen worden sein. In den beiden größten Städten Rangun und Mandalay sowie in Dawei und Bago sollen bislang mindestens neun Menschen durch Polizeigewalt gestorben sein, berichtete die Zeitung „The Irrawaddy“ am Sonntag.

Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich. Der Polizei wird vorgeworfen zunächst mit Gummigeschossen und Tränengas, später mit scharfer Munition gegen Demonstranten vorgegangen zu sein. Dabei soll Demonstranten gezielt in den Kopf geschossen worden sein, berichtete das Online-Portal „Myanmar Now“.

Der Sender CNN sprach vom bislang blutigsten Tag seit dem Militärputsch vom 1. Februar. Die Proteste richten sich gegen das Militär. Auf Bildern, die von „Frontier Myanmar“ verbreitet werden, sind Demonstranten zu sehen, die in der Innenstadt von Rangun Barrikaden errichtet haben. Manche tragen Schilder, auf denen steht: „Schützt das Volk. Schützt die Demokratie“.

Die kanadische Botschaft vor Ort zeigte sich angesichts der zunehmenden Gewalt gegen „unbewaffnete“ Demonstranten entsetzt. Man gedenke der Todesopfer und Verletzten, die sich für „eine friedliche Rückkehr zu einer demokratischen Regierung in Myanmar“ einsetzten, hieß es in einer Mitteilung der Botschaft auf Facebook.

Am 1. Februar hatte das Militär in Myanmar gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November mit klarem Vorsprung gewonnen. Seit dem Umsturz hat es immer wieder Massenproteste in Myanmar gegeben.

Die Demonstranten fordern die Freilassung der festgesetzten Regierungschefin und die Wiedereinsetzung ihrer zivilen Regierung. Das Militär hat zuletzt mit zunehmender Härte gegen die Widerstandsbewegung durchgegriffen.

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