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Nach Putsch Die Militärregierung im Sudan will nicht an der Macht festhalten

Sudans autoritärer Präsident Omar al-Baschir wurde von der Führungsspitze im Land vertrieben – doch nun hat das Militär die Macht übernommen.

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Das Militär will zwei Jahre lang die Landesspitze vertreten. Quelle: AP

Khartum Nach dem Putsch im Sudan hat die neue Militärführung Kritik an ihrer Machtübernahme zurückgewiesen. „Wir haben überhaupt keine Ambitionen, an der Macht festzuhalten“, teilte Omar Sain al-Abdin, der Leiter des politischen Gremiums der Militärregierung, am Freitag in Khartum mit.

Die Streitkräfte würden lediglich für Sicherheit und Stabilität sorgen. „Ich schwöre, wir werden die Forderungen der Menschen unterstützen. Wir werden die Forderungen der Menschen beschützen.“ Man habe als Reaktion auf die Demonstranten agiert, sagte er. Er bat die Bürger, das Militär zu unterstützen.

Nach Monaten regierungskritischer Massenproteste hatten die Streitkräfte diesen Donnerstag den autoritären Präsidenten Omar al-Baschir abgesetzt. Der 75-Jährige war 30 Jahre an der Macht. Das Militär will nach eigenen Angaben zwei Jahre an der Macht bleiben, um den Weg für freie Wahlen zu ebnen.

Der neue starke Mann ist der bisherige Vizepräsident und Verteidigungsminister Awad Ibn Auf, der jahrelang eng an al-Baschirs Seite arbeitete. Er verhängte für drei Monate den Ausnahmezustand und ordnete eine Ausgangssperre an. Oppositionsgruppen verurteilten den Putsch, forderten eine zivile Übergangsregierung und kündigten weitere Proteste an.

Zudem kamen etliche kritischen Stimmen aus dem Ausland. Die Afrikanische Union (AU) etwa erklärte, eine Machtübernahme des Militärs sei nicht die „angemessene“ Reaktion auf die Proteste.

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