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Nach tödlichem Bootsunglück EU-Länder wollen härter gegen Schleuser am Ärmelkanal vorgehen

Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland haben einen härteren Kampf gegen Schleuser vereinbart. Großbritannien nehmen sie dabei in die Pflicht.

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Großbritannien wurde zur Schaffung legaler Migrationswege aufgerufen. Quelle: dpa

Bei einem Krisentreffen zur Migration über den Ärmelkanal haben Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland einen härteren Kampf gegen Schleuser vereinbart.

Großbritannien, das Ziel der mit kleinen Booten übersetzenden Flüchtlinge ist, wurde zur Schaffung legaler Migrationswege aufgerufen, sagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Sonntagabend nach dem Treffen in Calais. Außerdem müsse Großbritannien die illegale Beschäftigung von Flüchtlingen erschweren. Vor einigen Tagen starben im Ärmelkanal 27 Menschen auf dem Weg nach Großbritannien, weil ihr Boot kenterte.

Frankreich hatte Großbritannien von dem Treffen ausgeladen, nachdem der britische Premierminister Boris Johnson ein Abkommen mit Frankreich zur Rücknahme von Migranten gefordert hatte.

Darmanin betonte, er wolle erneut mit seiner britischen Amtskollegin Priti Patel beraten. „Wir wollen mit den Briten zusammenarbeiten, die Briten sind unsere Alliierten.“ Allerdings wolle Frankreich sich nicht zur Geisel der britischen Innenpolitik machen lassen, für die die Migrationspolitik gerade ein heißes Eisen ist.

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    Von der europäischen Grenzschutz-Agentur Frontex soll außerdem ab Anfang Dezember ein Flugzeug zur Überwachung der Kanalküste auf französischer, belgischer und niederländischer Seite bereitstehen, sagte Darmanin.

    Zugleich zeigte er Verständnis für die Not der Flüchtlinge und betonte die humanitäre Dimension des Einsatzes an der Küste. Es helfe nicht, die Flüchtlinge zu kriminalisieren, die französische Polizei wolle Leben retten, indem sie versuche, die gefährlichen Überfahrten zu unterbinden.

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