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Nach umstrittener Wahl Dutzende Festnahmen bei Protesten gegen den weißrussischen Präsidenten Lukaschenko

80 Menschen sind bei Studentenprotesten in Weißrussland laut Aktivisten festgenommen worden. Auch Journalisten gerieten erneut ins Visier der Sicherheitskräfte.

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Allein in der weißrussischen Hauptstadt sollen am Dienstag 75 Personen festgenommen worden sein. Quelle: AP

Bei den Studentenprotesten in Weißrussland gegen den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko hat es nach Angaben von Aktivisten fast 80 Festnahmen gegeben. Das Menschenrechtszentrum Wesna listete in der Nacht zum Mittwoch allein für die Hauptstadt Minsk 75 Festgenommene mit Namen auf.

Hunderte Studenten waren am Dienstag zum Beginn des neuen Semesters auf die Straße gegangen und hatten etwa die Freilassung aller politischen Gefangenen gefordert. Dabei gingen die Sicherheitskräfte teilweise rabiat gegen friedlichen Demonstranten vor.

Erneut gerieten auch Journalisten ins Visier der Uniformierten. Der Journalistenverband des Landes sprach von rund zehn Medienvertretern, die in Polizeigewahrsam kamen. Das unabhängige Portal tut.by berichtete, dass sechs von ihnen die Nacht in einer Polizeistation verbracht hätten. Sie sollen nun wegen angeblicher Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration vor Gericht kommen.

Vor der Polizeistation hätten Journalisten in der Nacht Mahnwachen abgehalten, schrieb das Nachrichtenportal weiter. Die Medienvertreter seien während ihrer Arbeit festgenommen worden.

Bereits in den vergangenen Tagen waren die Behörden gegen Journalisten vorgegangen. Vielen Medienvertretern wurde die Akkreditierung entzogen, darunter auch einem ARD-Fernsehteam.

Hintergrund der Proteste ist die Präsidentenwahl vor mehr als drei Wochen. Lukaschenko hatte sich danach mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die Opposition hält dagegen Swetlana Tichanowskaja für die wahre Siegerin. Die Abstimmung steht international als grob gefälscht in der Kritik.

Mehr: Zehntausende protestieren an Lukaschenkos Geburtstag in Minsk.

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