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Nafta-Nachfolgevertrag USA einigen sich mit Kanada und Mexiko auf Abschaffung von Zöllen

Ein wichtiger Stolperstein für die Verabschiedung des Nafta-Nachfolgevertrags ist beseitigt. Ein Triumph für Kanadas Justin Trudeau.

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US-Präsident Donald Trump (l) passiert wortlos Kanadas Premierminister Justin Trudeau während eines Arbeitsessens bei den Vereinten Nationen. Die beiden Politiker konnten trotz ihres gespannten Verhältnisses jetzt Hürden auf dem Weg zu einem Nafta-Nachfolgeabkommen wegräumen. Quelle: Reuters

Washington/Ottawa Mitten im Handelsstreit der USA mit China und Europa hat sich die Regierung in Washington mit Kanada und Mexiko auf die Abschaffung von gegenseitigen Zöllen verständigt. „Wir haben gerade eine Einigung mit Kanada und Mexiko erzielt und werden unsere Produkte in diese Länder ohne Zölle oder ohne wesentliche Zölle verkaufen“, sagte US-Präsident Donald Trump am Freitag in Washington. Kanada und die USA erklärten gemeinsam, binnen 48 Stunden sollten Abgaben von 25 Prozent auf Stahl- und von zehn Prozent auf Aluminium-Importe aus Kanada in die USA aufgehoben werden. Im Gegenzug werde Kanada auf Vergeltungszölle auf US-Waren wie Fleisch und Whiskey im Volumen von rund zwölf Milliarden Dollar verzichten.

Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau erklärte, sein Land sei in den Verhandlungen mit den USA hart geblieben und habe Washington stets aufgefordert, die Stahl- und Aluminiumzölle vollständig aufzuheben. Nun wolleman mit den USA daran arbeiten, dass das neue Handelsabkommen zwischen den drei Ländern ratifiziert werde. Die USA wollten unter anderem einen freien Zugang ihrer mächtigen Agrar-Industrie zu kanadischen Absatzmärkten durchsetzen. Kanada lehnt dies ab, um die eigenen Produzenten zu schützen.

Mexiko zeigte sich von der Ankündigung aus den USA begeistert. Im Vorfeld war erwartet worden, dass eine Einigung mit Kanada den Weg für eine ähnliche Vereinbarung mit Mexiko ebnen würde. In den Regierungen aller drei Länder wurde mit der Übereinkunft die Hoffnung verbunden, dass nun in Kürze das neue gemeinsame Freihandelsabkommen USMCA in Kraft treten könne.

Die im vergangenen Jahr von Trump mit Kanada und Mexiko getroffene Vereinbarung soll den Vorgängervertrag Nafta ersetzen. Die nun ausgesetzten Zölle galten als die größte Hürde für eine Unterzeichnung. Trump hatte eine Neuverhandlung des Nafta-Abkommens gefordert, weil es aus nach seiner Sicht die USA benachteiligte. Eine Benachteiligung der USA ist auch Trumps Kernargument in den Handelskonflikten mit China und der EU.

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