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Nahost-Konflikt Katar stellt diplomatische Beziehungen zum Iran wieder her

Katars Herrscherhaus hat beschlossen, einen Botschafter in den Iran zu senden. Das Emirat riskiert somit eine neue diplomatische Krise zwischen den Golfnationen, da Saudi-Arabien den Schritt als Provokation sehen könnte.

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Katar will die bilateralen Beziehungen zum Iran „in allen Bereichen“ stärken. Quelle: dpa

Dubai Katar hat sich über Forderungen arabischer Staaten hinweggesetzt und wieder vollständige diplomatische Beziehungen zum Iran hergestellt. Katar erwähnte bei der Bekanntgabe der Entscheidung am Donnerstag nicht die diplomatische Krise arabischer Golfnationen, die seit Juni anhält. Damals brachen die Nachbarn Katars Land-, See- und Luftverbindungen wegen der katarischen Politik im Nahen Osten ab.

Das katarische Außenministerium gab am Donnerstag bekannt, dass der Botschafter des Landes nach Teheran zurückkehren werde. Katar hatte den Botschafter Anfang 2016 zurückgerufen, nachdem die Hinrichtung eines prominenten schiitischen Predigers durch Saudi-Arabien Angriffe auf zwei saudi-arabische diplomatische Einrichtungen im Iran ausgelöst hatte. Damit zeigte Katar Solidarität mit Saudi-Arabien.

Katar habe zum Ausdruck gebracht, dass es die bilateralen Beziehungen zum Iran „in allen Bereichen“ stärken wolle, teilte das Außenministerium mit. Iranische Staatsmedien bestätigten die Entwicklung, gingen aber nicht näher darauf ein.

Von den Katar boykottierenden Ländern Bahrain, Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gab es zunächst keine Reaktion. Die diplomatische Krise hatte am 5. Juni begonnen, als die vier arabischen Länder Verbindungen zu Katar einstellten, weil sie dem Land vorwarfen, Extremisten zu finanzieren und dem Iran zu nahe zu stehen. Katar hat eine Finanzierung von Extremisten bestritten. Die boykottierenden Länder gaben später eine Liste mit 13 Forderungen an Katar heraus, zu denen gehörte, dass Doha seine diplomatischen Einrichtungen im Iran schließe. Katar ignorierte die Forderungen.

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