WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Nahostkonflikt Iran feuert Raketen auf irakische Basis mit US-Soldaten

Der irakische Luftwaffenstützpunkt Ain Assad, auf dem auch US-Soldaten untergebracht sind, ist laut Irans Medien mit Raketen beschossen worden. US-Präsident Trump sei informiert.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Bei der Operation „Märtyrer Soleimani“ soll es sich um einen Vergeltungsschlag für die gezielte Tötung von General Kassem Soleimani durch das US-Militär vergangene Woche handeln. Quelle: AP

Der Iran hat dem Staatsfernsehen zufolge Raketen auf den irakischen Luftwaffenstützpunkt Ain Assad abgefeuert. In der Basis seien US-Truppen untergebracht, hieß es in dem Bericht vom frühen Mittwochmorgen. Demnach wurden mehrere Boden-Boden-Raketen eingesetzt. Bei der Operation „Märtyrer Soleimani“ handele es sich um einen Vergeltungsschlag für die gezielte Tötung von General Kassem Soleimani durch das US-Militär vergangene Woche. Ausgeführt worden sei die Aktion von der Luftfahrt-Einheit der Revolutionsgarde, die das iranische Raketenprogramm verantwortet. Angaben über mögliche Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

Die Revolutionsgarde warnte die USA und deren Verbündete in der Region vor Vergeltung für den Raketenangriff im Irak, wie die amtliche Nachrichtenagentur Iran meldete. Zudem richtete die Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte auch eine Drohung an Israel.

US-Regierungssprecherin Stephanie Grisham erklärte, das Weiße Haus wisse von dem iranischen Bericht. Präsident Donald Trump sei informiert worden, beobachte die Lage und berate sich mit dem für die nationale Sicherheit zuständigen Team.

Die Luftwaffenbasis Ain Assad befindet sich in der westirakischen Provinz Anbar. Sie wurde erstmals von den US-Streitkräften nach der Invasion 2003 genutzt, bei der damals der Diktator Saddam Hussein gestürzt wurde. Später wurden dort US-Truppen für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat stationiert.

Soleimani wurde am Freitag auf irakischem Boden durch eine US-Drohne getötet. Er hatte die Al-Kuds-Brigaden kommandiert und war Architekt der regionalen Militärstrategie des Irans im Irak, in Syrien und im Libanon. Die USA haben ihn für die Tötung von US-Soldaten im Irak verantwortlich gemacht und ihn beschuldigt, vor seinem Tod neue Attentate geplant zu haben. Als Reaktion auf Soleimanis Tod hat der Iran erklärt, sich nicht länger an das Atomabkommen gebunden zu fühlen. Zudem kündigte Teheran harsche Vergeltungsakte an.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%