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Nato Stoltenberg warnt nach Macron-Kritik vor Schwächung der Nato

Frankeichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Nato als „hirntot“. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnt vor solchen Aussagen.

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Stoltenberg warnt nach Macron-Kritik vor Schwächung der Nato Quelle: dpa

Nach der massiven Kritik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vor einer Beschädigung der Militärallianz gewarnt. Jeder Versuch zu spalten oder Europa von Nordamerika zu distanzieren, wird das transatlantische Bündnis schwächen“, sagte Stoltenberg in einem am Freitag veröffentlichten Interview des Deutschlandfunk.

Es bestehe auch das Risiko, Europa zu spalten. Eine europäische Einigkeit, die die transatlantische Allianz ergänze, sei aber wichtig für die Nato und die EU. Es gehe nicht um eine Wahl zwischen der europäischen oder der transatlantischen Einheit. „Wir brauchen beides gleichzeitig.“ Macron hatte von einem „Hirntod“ der Nato gesprochen und dies unter anderem mit Anzeichen für einen Rückzug der USA begründet.

Stoltenberg verteidigte die Nato gegen die Kritik. Das Bündnis tue viel mehr als früher, sagte er: „Die Realität ist, dass die NATO ihre kollektive Verteidigung in Jahrzehnten nicht mehr so ausgebaut hat.“ So erhöhten die Vereinigten Staaten ihre Präsenz in Europa zum ersten Mal seit Ende des Kalten Krieges und die europäischen Partner erhöhten ihre Verteidigungsinvestitionen. Stoltenberg räumte ein, dass es zwar immer wieder zu Differenzen unter den 29 Bündnispartnern komme. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass diese Meinungsverschiedenheiten überwunden werden können. Darin habe immer die Stärke der NATO bestanden.

Mehr: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer fühlt sich dem Nato-Beschluss verpflichtet, die Verteidigungsausgaben deutlich zu steigern. Doch Finanzminister Scholz kommt ihr in die Quere.

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