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Nato Verteidigungsausgaben steigen um 4,3 Prozent

Das Zwei-Prozent-Ziel der Nato ist in Deutschland umstritten. Trotzdem wird der Verteidigungsetat des Bündnisses in diesem Jahr um Milliarden Dollar steigen. Die zwei Prozent des BIP erreichen jedoch nur sechs Staaten.

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Der Nato-Generalsekretär bescheinigt das dritte Jahr mit Fortschritten bei den Verteidigungsausgaben in Folge. Quelle: Reuters

Brüssel Nach jüngsten Schätzungen der Nato werden die europäischen Alliierten und Kanada 2017 rund 12 Milliarden US-Dollar mehr für Verteidigung ausgeben als im Vorjahr. Dies entspricht einem Plus von 4,3 Prozent. Es sei das dritte Jahr in Folge mit Fortschritten bei den Verteidigungsausgaben, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch in Brüssel. Insgesamt seien aus Europa und Kanada seit der Trendwende rund 46 Milliarden US-Dollar zusätzliche Ausgaben gemeldet worden.

Über die Verteidigungsausgaben gab es unter den Nato-Partnern zuletzt wieder öffentlich Streit. US-Präsident Donald Trump fordert, dass alle Bündnispartner spätestens von 2024 an jährlich mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Verteidigung ausgeben sollen.

In der Bundesregierung wird das sogenannte „Zwei-Prozent-Ziel“ der Nato allerdings anders interpretiert. Dort heißt es, es gehe lediglich darum, sich in Richtung der zwei Prozent zu entwickeln.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg räumte am Mittwoch ein, dass trotz der steigenden Verteidigungsausgaben in diesem Jahr lediglich sechs Nato-Staaten mindestens zwei Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben werden. Neben den USA werden das voraussichtlich Griechenland, Estland, Großbritannien, Polen und erstmals Rumänien sein.

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