Natur oder Explosion? Beben in Nordkorea schürt Spekulationen

Am Mittwoch hat in Nordkorea die Erde gebebt. Das Epizentrum der Erschütterung lokalisierten Seismologen aus anderen Ländern in der Nähe eines Atomtestgeländes. Südkorea berief deshalb eine Krisensitzung ein.

Verfügt der nordkoreanische Machthaber jetzt über eine neue, mächtige Waffe? Quelle: Reuters

Seoul/PekingIn Nordkorea hat am Mittwoch in der Nähe eines Atomtestgeländes die Erde gebebt. Dies löste umgehend Spekulationen aus, ob es sich möglicherweise um einen nordkoreanischen Atomtest gehandelt haben könnte.

Die chinesische Erdbebenwarte in Peking sprach vom Verdacht einer Explosion. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, es werde eine „größere Mitteilung“ Nordkoreas um 04.30 Uhr (MEZ) erwartet. Die Erschütterung war in der Nähe des Atomtestgeländes in Kilju im Nordosten Nordkoreas lokalisiert worden.

Die südkoreanische Regierung rief eine Krisensitzung in Seoul ein. Japan prüft, ob es sich möglicherweise um einen Atomtest handelte, wie ein Sprecher der Regierung in Tokio laut Medien erklärte. Der Sicherheitsrat in Tokio werde hierzu zusammenkommen.

Nordkorea hat zwischen 2006 und 2013 drei Atomtests durchgeführt und wiederholt mit weiteren Tests gedroht. Auf die Tests reagierte der UN-Sicherheitsrat jeweils mit einer Verschärfung von Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang.

Das Seismologische Zentrum Europa-Mittelmeer berichtete nach der Erschütterung vom Mittwoch auf seiner Internetseite von einer gemessenen Stärke 5,2 auf der Richter-Skala. Chinesische Stellen hätten eine Stärke von 4,9 gemessen, meldete Xinhua.

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