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Naturkatastrophe Vier Tote und Dutzende Verletzte bei Erdbeben in der Ägäis

Nach dem Erdbeben sind in der Westtürkei mehrere Gebäude eingestürzt und Menschen verschüttet worden. Auch in Griechenland waren die Erschütterungen zu spüren.

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Das Beben hat auf der Richterskala eine Stärke von 6,6 erreicht. Quelle: Reuters

Nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis melden türkische Medien vier Tote. 150 Menschen seien verletzt worden, berichtete der Nachrichtensender TRT am Freitag. Rund 70 Personen wurden bereits aus den Trümmern geborgen, weitere sind verschüttet.

Nach dem Erdbeben waren in der Westtürkei mehrere Gebäude eingestürzt und Menschen verschüttet worden. Das Meer trat über seine Ufer. Auch auf der griechischen Insel Samos kam es zu Schäden und einem Tsunami.

Das Beben hatte nach Angaben der nationalen türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Das Zentrum des Bebens war or der türkischen Provinz Izmir gelegen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

TRT zeigte Bilder von eingestürzten Mehrfamilienhäusern und von Staubwolken über der Stadt Izmir. Es wurde von Panik auf den Straßen während des Bebens berichtet, Telefonverbindungen seien unterbrochen gewesen.

Auch in Griechenland waren die Erschütterungen zu spüren. Besonders die Insel Samos ist betroffen, dort gab es Berichte über Gebäudeschäden. In der Kleinstadt Vathy gab es einen Tsunami. Griechische Fernsehsender zeigten Bilder von der überfluteten Küstenpromenade, wo das Wasser Autos wegspülte.

Beben bis nach Athen spürbar

Auch auf Bildern aus dem türkischen Seferihisar waren überflutete Gassen zu sehen. Berichten zufolge hatte es auch dort einen kleinen Tsunami gegeben. Experten warnten im Interview mit TRT vor einem möglichen weiteren Tsunami.

Das Deutsche Geoforschungs-Zentrum (GFZ) in Potsdam informierte über das „schwere Erdbeben mit einem Tsunami“. Nach GFZ-Berechnungen erreichten die Wellen Höhen von mehr als 1,5 Metern. Sie könnten an der Küste womöglich bis zu drei Meter hoch auflaufen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan richtete sich in einem Tweet an die Bevölkerung. Man stehe den vom Erdbeben betroffenen Menschen mit allen Mitteln bei.
Verschiedenen Berichten zufolge soll das Beben in der türkischen Metropole Istanbul und bis in die griechische Hauptstadt Athen zu spüren gewesen sein.

EU-Ratspräsident Charles Michel bot der Türkei und Griechenland Hilfe an. „Ich bin in Gedanken bei allen, die betroffen sind“, schrieb Michel am Freitag auf Twitter. „Die EU hält sich bereit, Unterstützung zu leisten.“ Ähnlich äußerte sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

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