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Nervengift Experte bezweifelt, dass Ex-Agent Skripal mit Nowitschok vergiftet wurde

Wo kam die Substanz her, die den Ex-Spion Skripal vergiftet hat? Ein angeblicher Mitentwickler des Nervengifts zweifelt an russischer Beteiligung.

Anschlag: Experte bezweifelt Nowitschok-Vorwurf gegen Russland Quelle: dpa

MoskauEin russischer Experte und angeblicher Mitentwickler des Nervengifts Nowitschok hat britische Vorwürfe gegen Russland im Fall des Ex-Agenten Sergej Skripal angezweifelt. Das Gift, das für den Anschlag auf Skripal in Großbritannien verwendet wurde, könne auch außerhalb Russlands hergestellt worden sein, sagte der Chemiker Leonid Rink der staatlichen Agentur Ria Nowosti am Dienstag. Auch in Großbritannien gebe es Spezialisten, die dies hätten machen können.

Ob Skripal mit Nowitschok vergiftet wurde, sei leicht zu bestimmen. Jedes Mittel habe eine Art Handschrift von der Herstellung, sagte Rink. „Es wird sich sofort herausstellen, dass dies keine russische Technologie war“, sagte Rink. Daher habe Russland bislang von Großbritannien noch keine Proben bekommen, spekulierte er.

Die Agentur präsentierte Rink als Wissenschaftler, der in der Sowjetunion an der Entwicklung von Nowitschok beteiligt gewesen war. Er habe damals auch in seiner Doktorarbeit darüber geschrieben, sagte er. Seine Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Die russische Regierung hatte zuletzt dementiert, dass es in der Sowjetunion ein Forschungsprogramm unter dem Namen Nowitschok gab.

Nowitschok sei kein einzelnes Mittel, sondern ein ganzes System chemischer Waffen, sagte Rink. Er zog Aussagen eines anderen Wissenschaftlers namens Wil Mirsajanow in Zweifel. Dieser hatte die Existenz des Nowitschok-Programms 1992 enthüllt und war in den vergangenen Tagen von westlichen Medien dazu interviewt worden. Er emigrierte 1994 in die USA.

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