Neuer britischer Premier Der Ton im Kampf um die Johnson-Nachfolge wird rauer

Fünf Kandidaten sind noch im Rennen um die Nachfolge von Premier Johnson, darunter Staatssekretärin Penny Mordaunt. Quelle: Getty Images

Nur noch fünf Kandidaten sind im Rennen um die Nachfolge von Boris Johnson. Die Rivalen setzen sich gegenseitig zu, eine Kandidatin spricht von einer „Schmutzkampagne“.

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Im Wettbewerb um die Nachfolge des britischen Premiers Boris Johnson hat sich der Ton am Wochenende weiter verschärft. Zunehmend ins Kreuzfeuer ihrer Rivalen geriet dabei die bei der konservativen Parteibasis beliebte Handels-Staatssekretärin Penny Mordaunt.

Zur Kritik an ihr gehörte unter anderem der Vorwurf, sie sei zu weit auf Forderungen von Aktivisten für die Rechte von Transmenschen eingegangen. Mordaunt sprach von einer Schmutzkampagne.

Neben Mordaunt sind derzeit noch vier weitere Bewerber im Rennen um das Spitzenamt. Das Bewerberfeld soll bis kommenden Mittwoch in mehreren Abstimmungsrunden in der Tory-Fraktion weiter von fünf auf zwei reduziert werden.

Bei jeder Runde fliegt jeweils der oder die Letztplatzierte raus. Danach haben die Parteimitglieder das Sagen. Als weitgehend gesetzt für die Finalrunde gilt Ex-Finanzminister Rishi Sunak. Die zweitmeisten Stimmen konnte bislang Außenministerin Liz Truss hinter sich bringen.

Doch auch Mordaunt und der bisher nahezu unbekannten Abgeordneten Kemi Badenoch werden noch Chancen eingeräumt.

Premier Boris Johnson verlässt die Downing Street. Und hinterlässt seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern in spe ein wirtschaftlich brüchiges, gesellschaftlich gespaltenes Großbritannien.
von Sascha Zastiral

Als weniger aussichtsreich gilt die Bewerbung des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses Tom Tugendhat - obwohl der als bestplatzierter Kandidat für eine kommende Parlamentswahl gilt.

Inhaltliche Themen sind bislang vor allem von den Kandidaten in Aussicht gestellte Steuererleichterungen, der Umgang mit illegalen Einwanderern sowie die Positionierung im Streit um Rechte für Transmenschen. Oppositionspolitiker warnten vor einem Überbietungswettbewerb rechtskonservativer Positionen

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