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New-Start-Vertrag Russland fordert rasche Verhandlungen mit USA über Abrüstungsvertrag

Russland beklagt, dass sich die USA Washington nicht eindeutig zur Verlängerung des New-Start-Vertrags positioniere. Ohne eine Entscheidung läuft er 2021 aus.

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Der russische Außenminister will den New-Start-Vertrag schnellstmöglich verlängern. Quelle: dpa

Gut ein Jahr vor dem Auslaufen des New-Start-Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen drängt Russland auf rasche Verhandlungen über seine Neuauflage. Es sei ratsam, darüber so bald wie möglich zu entscheiden, sagte Außenminister Sergej Lawrow der Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ (Montag). „Wir halten es für absolut notwendig, den Start-Vertrag zu verlängern.“ Sollte das nicht geschehen, laufe er nach am 5. Februar 2021 aus.

Russland beklagt seit langem, dass sich Washington nicht eindeutig dazu positioniere. Moskau sieht die Gefahr eines neuen Wettrüstens. Die Amerikaner hätten immer wieder die Frage nach einem Beitritt Chinas zu dem Abkommen ins Spiel gebracht, sagte Lawrow. „Es gibt jedoch wiederholt öffentliche Erklärungen Pekings, dass sich China nicht an solchen Verhandlungen beteiligen werde.“

Russland sei nicht dagegen, dass sich weitere Länder dem Abrüstungsvertrag anschlössen, meinte der russische Chefdiplomat. „Doch selbst wenn ein solcher Prozess eingeleitet wird, wird er lange dauern, weil die Gespräche zu einem solch ernsten Thema nicht innerhalb weniger Monate abgeschlossen sein werden.“ Neben China gebe es auch noch weitere Länder, die Atomwaffen besäßen, sagte Lawrow.

Der New-Start-Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern. Moskau und Washington hatten sich bereit erklärt, über eine Verlängerung zu sprechen. Erst im vergangenen Sommer war ein anderer wichtiger Abrüstungsabkommen zwischen beiden Ländern aufgekündigt worden: der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Kurz- und Mittelstreckenwaffen.

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