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Nordafrika Ägypten vermittelt in Libyen-Krise – Feuerpause ab 8. Juni vorgeschlagen

Ägypten hat nach eigenen Angaben eine neue Feuerpause für das vom Bürgerkrieg gezeichnete Libyen vermittelt. Ab Montag sollen die Waffen ruhen.

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Die Vereinten Nationen unterstützten die libysche Regierung. Quelle: dpa

Ägypten hat eine neue Friedensinitiative für Libyen gestartet. Präsident Abdel Fattah al-Sissi schlug am Samstag unter anderem vor, dass ab Montag eine Feuerpause beginnen solle.

Sein Plan sieht außerdem Verhandlungen in Genf, den Abzug aller ausländischen Kämpfer sowie die Wahl eines Führungsrats vor. Al-Sissi präsentierte die Initiative im Beisein des Befehlshabers der ostlibyschen Einheiten, dem abtrünnigen General Chalifa Haftar.

Dessen Truppen zogen sich vor einigen Tagen nach heftigen Kämpfen aus der Hauptstadt Tripolis zurück. Dort hat die mit Haftar rivalisierende Regierung Libyens ihren Sitz. Der Rückzug markierte ein abruptes Ende von Haftars 14-monatiger Offensive auf Tripolis.

Auf wie viel Zuspruch eine Initiative kommen kann, die von Haftar oder seinen Verbündeten ausgeht, ist unklar. Der General wurde in dem Konflikt von Ägypten, den Arabischen Emiraten und Russland unterstützt, die Regierung in Tripolis vor allem von der Türkei.

Haftar und mit ihm verbündete Gruppen kontrollieren den Osten Libyens und große Teile des Südens sowie die meisten Ölfelder des Landes. Im Nordwesten hat dagegen die Regierung der Nationalen Einheit überwiegend das Sagen.

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