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Nordafrika Algerisches Parlament benennt Abdelkader Bensalah als Übergangspräsidenten

Innerhalb von 90 Tagen muss Algeriens Interimspräsident Abdelkader Bensalah Neuwahlen organisieren. Schon die Entscheidung für ihn stieß auf Proteste.

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Der Interimspräsident wird von vielen Algeriern als Vertreter der alten Politikelite gesehen. Quelle: Reuters

Algier Das algerische Parlament hat nach dem Rücktritt von Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika einen Übergangspräsidenten benannt. Die beiden Kammern des Parlaments bestätigten am Dienstag laut Staatsfernsehen mit großer Mehrheit Abdelkader Bensalah als Interimspräsidenten. Laut Verfassung muss er innerhalb der kommenden 90 Tage Neuwahlen für das Amt des Präsidenten durchführen.

Bensalah ist seit mehr als 16 Jahren Präsident der oberen Parlamentskammer. Ihm fällt laut Verfassung die Verantwortung für die Übergangsphase zu. Zuvor hatte bereits das Verfassungsgericht in der vergangenen Woche die Vakanz des Präsidentenamtes festgestellt. Der bisherige Präsident Bouteflika war nach anhaltenden Massenprotesten nach 20 Jahren im Amt zurückgetreten.

Gegen die Parlamentsentscheidung gab es erneut Demonstrationen in mehreren Städten Algeriens. Viele Demonstranten sehen in Bensalah einen Vertreter der alten Politikelite.

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