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Nordkorea EU verhängt weitere Sanktionen gegen Kim-Regime

Die Europäische Union hat weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Neben Verkaufs- und Importverboten sollen Nordkoreaner in der EU keine neuen Arbeitserlaubnisse mehr bekommen.

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Die Europäische Union folgt UN-Beschlüssen und verhängt weitere Sanktionen gegen Nordkorea. Quelle: dpa

In der Atomkrise mit Nordkorea folgt die Europäische Union UN-Beschlüssen und verhängt weitere Sanktionen gegen das kommunistische Land. So werden unter anderem der Verkauf von Flüssiggas an Nordkorea und der Import von Textilien von dort verboten, wie der Ministerrat am Dienstag mitteilte. Auch sollen EU-Staaten keine neuen Arbeitserlaubnisse an Nordkoreaner erteilen.

Die EU setzt damit eine Resolution des UN-Sicherheitsrats vom 11. September um. Hintergrund sind die wiederholten Raketen- und Atomversuche Nordkoreas, die gegen frühere UN-Beschlüsse verstoßen. Unabhängig von den UN-Sanktionen arbeitet die EU an eigenen Strafmaßnahmen gegen die Regierung in Pjöngjang.

Am Anfang der Woche hatte sich US-Präsident Donald Trump zum Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm geäußert und seine Ansicht bekräftigt, dass die Strategie früherer US-Regierungen gescheitert sei. „Unser Land hat sich 25 Jahre lang erfolglos mit Nordkorea auseinandergesetzt, es hat Milliarden Dollar ausgegeben und nichts bekommen. Die Strategie hat nicht funktioniert!“, schrieb Trump am Montagmorgen (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter.

Der Atomstreit mit Nordkorea schaukelt sich seit Monaten hoch. Trump hat immer wieder Drohungen an die Adresse Pjöngjangs gerichtet. Zuletzt erklärte er am Wochenende, dass Gespräche mit dem isolierten Regime reine Zeitverschwendung seien und nur eine Sache funktioniere. Das löste Spekulationen darüber aus, ob er zu einer militärischen Lösung tendieren könnte. Manche Beobachter sind aber der Meinung, dass Trump mit den Drohungen nur Druck auf Nordkorea und China machen will.

Trumps Regierung setzt derweil auf Diplomatie. Außenminister Rex Tillerson hatte vor kurzem von direkten Kontakten mit Nordkorea berichtet.

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