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Ökonom Michael Pettis „China löst seine Probleme nicht“

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China will den Yuan schrittweise konvertierbar machen. Könnte das den Anpassungsprozess erleichtern?

Nein. Die Internationalisierung der Währung würde alles nur noch schlimmer machen. Darum macht die Regierung es ja auch nicht wirklich. Solange die Regierung die Kontrolle über die Bankeinlagen hat, kann sie einen unmittelbaren Zusammenbruch des Finanzsystems verhindern. Wer in China Geld hat, legt doch schon jetzt in allem möglichen an, nur nicht in Cash. In diesem Jahr müssen in China beispielsweise doppelt so viel Panda-Goldmünzen geprägt werden wie letztes Jahr. Jade, Rotwein, Edelpilze oder Kalligraphien – die Preise steigen in China überall. Viele reiche Chinesen schaffen außerdem seit letztem Sommer ihr Geld ins Ausland.

Hat Chinas Inflation den Höhepunkt überschritten?

Ja. Ich gehe davon aus, dass das Schlimmste bei der Inflation vorbei ist. Der Anstieg der Verbraucherpreise war zuletzt stark von den Nahrungsmittelpreisen getrieben. Die beginnen nun zu sinken. Sollte ich allerdings unrecht haben und die Preise steigen weiter, ist das Spiel in China nicht erst 2013 oder 2014 zu Ende, sondern schon in diesem oder im nächsten Jahr.

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