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Ökonomie-Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom "Baut mehr Radwege!"

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Die Besteuerung von Energie scheint – obwohl viele sie in den USA für politisch nicht durchsetzbar halten – der schnellere Weg zur Reduktion von Energieverbrauch zu sein. Als vor gut einem Jahr der Preis für Benzin in Amerika auf vier Dollar pro Gallone gestiegen war, kauften die Amerikaner plötzlich kleine Autos und fuhren weniger.

Ich war wirklich sehr glücklich über den hohen Benzinpreis. Energie müsste tatsächlich teurer sein. Aber ich sage nicht, dass Besteuerung der einzige Weg ist, es ist wahrscheinlich nicht einmal der beste. Wenn auf deinem Weg zur Arbeit kein Radweg ist, was kannst du dann tun? Wir müssen dort investieren, wo wir den Leuten helfen können, ihr Verhalten entsprechend zu ändern. Ich dränge übrigens die Universität von Indiana hier, genau das zu tun. Hier fahren noch viel zu viele Studenten mit dem Auto.

Sind Sie optimistisch, dass sich das Verhalten der Menschen tatsächlich ändert?

Ich bin hoffnungsvoll. Das ist anders als optimistisch. Vielleicht kann ich bald aber optimistisch sein. Ich war sehr besorgt, denn vor wenigen Jahren war der Streit unter Wissenschaftlern über die Erderwärmung noch so heftig, dass viele Leute dachten, es werde nichts geschehen. Das hat sich erst in jüngster Zeit geändert. Jetzt ist die Übereinstimmung doch sehr solide.

Glauben Sie, dass es zu einer Einigung in Kopenhagen kommen wird?

Die Chance ist da. Es gibt sogar eine signifikante Wahrscheinlichkeit, dass es eine Vereinbarung gibt. Ich drücke alle Daumen dafür.

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