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Ökonomienobelpreisträger Stiglitz Freihandel hat enttäuscht

Exklusiv

US-Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz kritisiert den Freihandel. „In erster Linie profitieren die Konzerne,“ sagte er der WirtschaftsWoche.

Joseph Stiglitz Quelle: REUTERS

Das Versprechen, dass durch den freien Warenverkehr mehr Jobs und mehr Wohlstand für alle entstünden, habe sich nicht erfüllt. Während die Reichsten der Reichen immer wohlhabender wurden, habe sich das mittlere Haushaltseinkommen in den USA, inflationsbereinigt, seit 1989 um weniger als ein Prozent erhöht. „Wir haben die Mittelschicht enttäuscht“, sagt Stiglitz.

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Seine Kritik am Freihandel sei gleichwohl nicht als Unterstützung für Donald Trump zu verstehen. Wie Stiglitz kritisiert der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber den freien Warenverkehr. „Die Probleme zu benennen, heißt nicht, die Probleme auch lösen zu können“, sagt Stiglitz.

Der Freihandel müsse „besser gemanagt“ werden. Die Politik müsse die Unternehmen, die vom Freihandel profitieren, „konsequent besteuern“, und das Geld verwenden, um die Arbeiter weiterzubilden. Trump hingegen setze mit seinen Forderungen nach niedrigeren Unternehmenssteuern und weniger Auflagen auf „eine neoliberale Politik, die die heutige Situation erst herbeigeführt“ habe.

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