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Öl-Staaten Warum arabische Staatsfonds so stark sind

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Mit Ausnahme der Fonds aus Dubai. Bis Ende 2008 hatten die drei großen öffentlichen Fonds Investment Corporation, Istithmar und DIFC Investments zusammen fast 13 Milliarden Dollar Schulden angehäuft. Nur ein kleiner Teil der gesamten öffentlichen und privaten Verschuldung von 80 Milliarden Dollar – aber seitdem hat sich das Gesicht der Vereinigten Emirate geändert: Die nüchternen und ölreichen Naayans von Abu Dhabi und ihre Untertanen haben der konkurrierenden Herrscherfamilie Maktoum von Dubai einen Großteil der Macht abgenommen.

Auf der Suche nach europäischen Investoren

Dubai ist bis auf Weiteres eine Art Protektorat seiner Gläubiger in Abu Dhabi. Bisher gut bezahlte europäische Fachleute verlassen derzeit in großer Zahl Dubai – Richtung Heimat, nach Abu Dhabi oder ins bisherigen Mauerblümchen-Emirat Ras al Khaima hart an der Grenze zu Dubai. Der vergleichsweise kleine Staatsfonds der dortigen Emire aus dem Kassimi-Clan hat mit Investitionen in gewöhnlich unbeachteten Ländern auch in der Weltkrise schöne Gewinne gemacht, zum Beispiel im kriegserschütterten Georgien.

Derzeit reisen Emissäre von Emir Saqr al-Kassimi durch Deutschland und andere europäische Länder. Sie suchen nicht nach Investitionsmöglichkeiten für ihren Staatsfonds, ganz im Gegenteil: Sie werben um europäische Investoren, die merken, dass sich die Wirtschaftsgeografie am Arabischen Golf derzeit dramatisch ändert.

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