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Ölindustrie Huthi-Rebellen drohen mit weiteren Angriffen auf Aramco-Ölanlagen

Die Angriffe auf Aramco-Raffinerien haben den globalen Ölmarkt erschüttert. Nun drohen die Huthi-Rebellen damit, erneute Attacken vorzunehmen.

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Die Huthi-Rebellen fordern te Saudi-Arabien auf, seine „Aggression und Blockade des Jemen“ zu beenden. Quelle: AP

Die Huthi-Rebellen im Jemen drohen mit weiteren Angriffen auf die saudiarabische Ölindustrie. Die Anlagen des staatlichen Öl-Konzerns Aramco seien nach wie vor ein Ziel, erklärte die Miliz am Montag. Sie könnten jederzeit angegriffen werden. Ausländer sollten das Gebiet verlassen.

Die Huthi haben die Angriffe am Samstag auf zwei Ölraffinerien in Saudi-Arabien für sich reklamiert. Sie seien mit Drohnen verübt worden, die mit normalen und mit Düsenantrieben ausgestattet gewesen seien, teilte ein Sprecher der Aufständischen via Twitter mit. Er forderte Saudi-Arabien auf, seine „Aggression und Blockade des Jemen“ zu beenden.

Die USA vermuten, dass der Huthi-Verbündete Iran hinter den Angriffe steckt. Die Islamische Republik weist die Vorwürfe zurück. Im Bürgerkriegsland Jemen kämpft ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis gegen die Huthis.

Die Attacken auf die saudiarabische Ölindustrie können nach Einschätzung von Bundesaußenminister Heiko Maas die Lage in der Golf-Region noch weiter verschärfen. „Ich verurteile diese Angriffe“, sagte der SPD-Politiker am Montag in Berlin. Die Lage sei schon so schwierig genug. Nötig sei eine Deeskalation. „Die Lage ist außerordentlich besorgniserregend.“ Deutschland analysiere zusammen mit seinen Verbündeten, wer für die Taten verantwortlich sei.

Die USA haben Saud-Arabiens Erzrivalen Iran die Schuld für die Drohnenangriffe gegeben. Diese haben einen Großteil der saudischen Öllieferungen lahmgelegt und für einen kräftigen Ölreisanstieg gesorgt.

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