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Österreich Kanzler Kurz beendet wohl Zusammenarbeit mit FPÖ-Chef Strache

Die Regierungskrise in Österreich spitzt sich zu. Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache steht Medienberichten zufolge vor dem Aus.

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Österreichs Bundeskanzler wird sich wohl von FPÖ-Chef trennen. Quelle: dpa

Wien Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schließt übereinstimmenden Medieninformationen zufolge eine weitere Zusammenarbeit mit dem Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache aus. Ein Rücktritt oder eine Entlassung des 49-jährigen Strache wäre damit die logische Folge.

Strache wird an diesem Samstag um 11 Uhr bei Kurz im Bundeskanzleramt erwartet. Danach wollen Strache und Kurz an die Öffentlichkeit wenden.

Die Frage ist nun, ob Kurz das Bündnis mit einem Nachfolger Straches fortsetzen oder Neuwahlen will. Als möglicher Nachfolger gilt der ehemalige FPÖ-Bundespräsidentschafts-Kandidat Norbert Hofer. Er ist im Kabinett aktuell Verkehrsminister.

Hintergrund ist ein 2017 heimlich aufgenommenes Video. In diesem soll der FPÖ-Chef Berichten von „Spiegel“ und „Süddeutscher Zeitung“ zufolge vor der Parlamentswahl 2017 der Verwandten eines russischen Oligarchen Staatsaufträge im Gegenzug für Wahlkampfhilfe versprochen haben.

Das Video zeigt den Chef der rechtspopulistischen FPÖ im Gespräch mit einer Frau, die ihm als Nichte eines russischen Oligarchen vorgestellt worden sein soll. Danach stellte Strache bei dem Gespräch, an dem auch der heutige FPÖ-Fraktionschef Johann Gudenus teilnahm, unter anderem staatliche in Aussicht. Die Opposition in Österreich fordert den Rücktritt von Strache.

Mehr zum Thema: Warum das verfängliche Ibiza-Video des FPÖ-Chefs für Kurz eine große Chance ist.

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