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Operation Sophia EU-Staaten wenden Ende von Marineeinsatz vor Libyen ab

Die Marinemission Sophia der EU stand lange vor dem Aus – jetzt haben sich die EU-Staaten auf einen Kompromiss geeinigt. Sogar Italien hat zugestimmt.

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Am Rande des Einsatzes wurden mehr als 49.000 Migranten aus der Seenot gerettet. Quelle: dpa

Brüssel Das drohende Aus für den in der Flüchtlingskrise begonnenen EU-Marineeinsatz im Mittelmeer ist vorerst abgewendet. Die EU-Staaten beschlossen am Freitag, das am 31. Dezember endende Mandat für die Operation Sophia um drei Monate zu verlängern. Dies ist ein Kompromiss, nachdem Italien zuvor monatelang mit einem Veto gedroht hatte.

Die Regierung in Rom hatte einer Verlängerung des Mandats eigentlich nur zustimmen wollen, wenn es künftig zu einer fairen Verteilung von Migranten kommt, die während des Einsatzes aus Seenot gerettet werden. Dem wiederum steht entgegen, dass sich Länder wie Ungarn oder Polen weigern, einem Umverteilungsmechanismus zuzustimmen. Nun soll bis Ende März weiter nach einer Einigung gesucht werden.

Über das Einlenken Italiens und die Pläne für den Beschluss hatte die Deutsche Presse-Agentur bereits am Dienstag vergangener Woche berichtet. Die Operation Sophia wurde 2015 zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität gestartet. Sie kümmert sich mittlerweile auch um Aufgaben wie die Ausbildung der libyschen Küstenwache.

Am Rande des Einsatzes müssen aber auch immer wieder Migranten aus Seenot gerettet werden. Bislang waren es nach Angaben der Bundeswehr insgesamt mehr als 49.000. Sie wurden nach den 2015 beschlossenen Einsatzregeln bislang alle nach Italien gebracht. Die deutsche Marine ist derzeit mit der Fregatte „Augsburg“ beteiligt. Deutsche Marinesoldaten haben seit Mai 2015 mehr als 22.500 Migranten im Mittelmeer aus Seenot gerettet.

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