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Ostsee-Pipeline USA drohen mit Ausweitung von Sanktionen wegen Nord Stream 2

Die USA wollen die Fertigstellung des Pipelineprojekts verhindern. Nun prüft die US-Regierung die Ausweitung der Sanktionen auf weitere Unternehmen.

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Die USA wollen die Fertigstellung der Ostseepipeline unbedingt verhindern. Nun könnten neue Sanktionen den Druck erhöhen. Quelle: Reuters

Die US-Regierung hat eine Ausweitung der Sanktionen wegen der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 angedroht. Unter dem amerikanischen CAATSA-Gesetz („Countering America's Adversaries through Sanctions“) aus dem Jahr 2017 könnten Unternehmen, die an der Fortführung des Projekts beteiligt sind, auf mögliche Konsequenzen für diese Aktivitäten hin überprüft werden, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Mittwoch.

CAATSA sieht für Geschäfte unter anderem mit Russland Sanktionen auch gegen ausländische Firmen vor. Die Pipeline soll unter Umgehung der Ukraine Gas von Russland nach Deutschland bringen.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits Ende 2019 Strafmaßnahmen gegen bestimmte Unternehmen ermöglicht, die am Bau von Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland beteiligt sind. Diese Sanktionen aus dem „Gesetz zum Schutz von Europas Energiesicherheit“ betreffen allerdings vor allem Firmen, die die Schiffe zur Verlegung der Rohre stellen.

Die Sanktionen haben den Bau der Pipeline verzögert, aber nicht - wie von den USA angestrebt - gestoppt. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte danach angekündigt, die Arbeiten eigenständig zu Ende bringen - unabhängig von ausländischen Partnern.

Scharfe Kritik von US-Präsident Trump

Im vergangenen Monat hatten US-Senatoren daraufhin einen Vorstoß unternommen, das „Gesetz zum Schutz von Europas Energiesicherheit“ auszuweiten. So sollen künftig auch Unternehmen, die Schiffe für andere Aktivitäten im Zusammenhang mit den Verlegearbeiten stellen, mit Strafmaßnahmen belegt werden. Dabei kann es sich zum Beispiel um das Ausheben von Gräben für die Pipeline handeln.

Auch sollen Firmen, die solche Schiffe versichern, mit Sanktionen belegt werden. Das gleiche gilt für Unternehmen, die Zertifizierungen für die Pipeline vornehmen, damit diese in Betrieb gehen kann.

Trump kritisiert Nord Stream 2 seit langem. Er wirft Deutschland vor, es lasse sich militärisch vor Russland schützen, verschaffe Moskau aber gleichzeitig hohe Einnahmen aus Gasexporten.

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