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Paolo Gentiloni Italiens Ministerpräsident warnt Trump vor Protektionismu

Italiens Ministerpräsident Gentiloni kann Trumps „America first-Politik“ bis zu einem gewissen Grad verstehen, doch aus seiner Sicht muss der Protektionismus Grenzen haben. Er fordert Europa auf, die Initiative zu ergreifen.

Der italienische Ministerpräsident fordert Europa zum Handeln auf. Quelle: Reuters

DavosAngesichts der protektionistischen Agenda der USA muss Europa nach Ansicht von Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni verstärkt gemeinsam die Initiative ergreifen. „Europa, bitte handele“, sagte der Regierungschef am Mittwoch auf dem Weltfinanzforum (WEF) in Davos. Als Beispiel nannte er ein Handelsabkommen mit südamerikanischen Staaten. Europa müsse seine Rolle regional, aber auch global stärken: „Das ist die fundamentale Botschaft, die wir in dieser unberechenbaren Welt vermitteln müssen.“ Mit Blick auf die „America first-Politik“ von US-Präsident Donald Trump sagte Gentiloni, es sei zwar in Ordnung für Politiker, ihre Bürger, Firmen und nationale Wirtschaft zu verteidigen: „Ich respektiere das, doch es gibt Grenzen.“

Diese seien dann erreicht, wenn es etwa um internationale Handelsregeln und -Vereinbarungen gehe. Dieses Rahmenwerk müsse arbeitsfähig gehalten und dürfe nicht gestört werden, betonte der Italiener. Trump reist am Abend nach Davos und wird dort am Freitag eine mit Spannung erwartete Rede halten, bei der es auch um Handelsfragen gehen soll. Kritiker werfen Trump Protektionismus vor. Erst diese Woche kündigte der US-Präsident neue Schutzzölle auf Waschmaschinen und Solaranlagen an, um Jobs in den USA zu schaffen oder zu halten.

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