Parlamentssitzung gestört Oppositionsanhänger in Mazedonien demonstrieren gegen Festnahmen

Mazedoniens Opposition fordert die Freilassung von 22 Festgenommenen. Weil sie eine Parlamentssitzung gewaltsam gestört haben sollen, gelten sie als terroristische Bedrohung. Ihnen droht bis zu zehn Jahren Haft.

SkopjeRund 1500 Anhänger der Opposition in Mazedonien haben mit einer Demonstration die Freilassung von 22 Festgenommenen gefordert. Diesen wird Beteiligung an einer gewaltsamen Störung einer Parlamentssitzung vorgeworfen. Der Vorsitzende der Partei VMRO-DPMNE, der frühere Ministerpräsident Nikola Gruevski, erklärte bei dem Protest am Sonntagabend, die Festnahmen seien ungerecht. Er forderte „Freiheit für Patrioten“.

Die Staatsanwaltschaft hat wegen der Erstürmung des Parlaments mit mehr als 100 Verletzten im April Anklage gegen 36 Personen erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, eine terroristische Bedrohung für die verfassungsmäßige Ordnung und die Sicherheit darzustellen. Die Mindeststrafe dafür beträgt zehn Jahre Haft.

Das mazedonische Parlament entzog sechs konservativen Oppositionsabgeordneten am Freitag die Immunität. Sie sollen an dem Zwischenfall beteiligt gewesen sein.

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