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Peso-Krise Notenbank-Chef hält Finanzierung Argentiniens 2019 für garantiert

Im Zuge der Peso-Turbulenzen hat die argentinische Währung seit Jahresbeginn rund die Hälfte ihres Wertes verloren. Quelle: dpa

Luis Caputo, Notenbank-Chef von Argentinien, hält die Finanzierung seines Landes im nächsten Jahr für gesichert. Die Landeswährung Peso legte nach Caputos Äußerungen zu.

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Das gegen eine Wirtschaftskrise kämpfende Argentinien muss sich nach Worten seines Notenbank-Chefs Luis Caputo keine Sorgen um die Finanzierung im nächsten Jahr machen. Diese sei „übermäßig gesichert“, sagte Caputo am Freitag in Buenos Aires. Die hohen Zinsen, die das Land auf seine Staatsschulden zahlen müsse, seien überzogen. „Es besteht kein Zweifel, dass es eine Übertreibung gibt. Dies wird sich schneller korrigieren als die Märkte glauben.“ Die Landeswährung Peso legte nach Caputos Äußerungen zu.

Die argentinische Regierung steht unter Druck, da der Peso seit Jahresbeginn rund die Hälfte seines Wertes verloren hat. Nur zwei Jahre nach der Rückkehr zum Wachstum steuert die Wirtschaft wieder auf eine Rezession zu. Investoren an den Finanzmärkten bezweifeln, dass es Präsident Mauricio Macri gelingt, die Konjunktur anzuschieben und zugleich Ausgaben zu kürzen und die Inflation einzudämmen. Das Land hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) gebeten, aus dem vor kurzem bewilligten Hilfsprogramm über rund 50 Milliarden Dollar Auszahlungen vorzuziehen.

Caputo bezeichnete auf der Veranstaltung den aktuellen Leitzins von 60 Prozent als „Krisen-Satz“, der dazu diene, den Peso zu beruhigen und die Inflation einzudämmen. Diese liegt momentan bei mehr als 30 Prozent. Mittel- bis langfristig sei ein solcher Zins nicht tragbar.

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