WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Präsidententochter Kongress prüft E-Mail-Nutzung von Ivanka Trump

Nach einem Bericht soll Donald Trumps Tochter Hunderte dienstliche Nachrichten von einem privaten Mailkonto verschickt haben. Der US-Kongress untersucht diese Vorwürfe.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Washington Der US-Kongress untersucht die E-Mail-Praxis von Präsidententochter Ivanka Trump. Führende Republikaner und Demokraten reagierten damit auf einen Bericht der „Washington Post“, wonach die Beraterin von Donald Trump im vergangenen Jahr Hunderte dienstliche Nachrichten von einem privaten Mailkonto verschickt haben und damit gegen Regeln verstoßen haben soll. Am Dienstag (Ortszeit) baten die republikanischen Vorsitzenden der Aufsichtsausschüsse im Senat und im Repräsentantenhaus das Weiße Haus sowie ein hoher Demokrat um weitere Informationen über Ivanka Trumps Server und den Inhalt der versandten Nachrichten. Die Regierungszentrale solle zudem belegen, dass die E-Mails gemäß Bundesrecht gespeichert worden seien.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Kongress eine Untersuchung angestoßen – nach einem Bericht des Nachrichtenmedium „Politico“, wonach Ivanka Trumps Ehemann Jared Kushner und weitere Mitarbeiter im Weißen Haus private E-Mail-Adressen für Dienstzwecke genutzt und damit gegen Bundesgesetze verstoßen haben könnten. Diese Ermittlungen sind aber inzwischen ins Stocken geraten, dürften aber nun neuen Schwung bekommen.

Ivanka Trumps elektronische Post war laut der „Post“ für Mitarbeiter im Weißen Haus, Mitglieder des Kabinetts und ihre Assistenten bestimmt. Ein Sprecher ihres Anwalts betonte, es seien keine streng vertraulichen Informationen übermittelt worden. Die E-Mails seien zudem nicht gelöscht und im Einklang mit Vorschriften zum Umgang mit öffentlichen Dokumenten „gespeichert“ worden.

Noch im Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatte Donald Trump seine demokratische Rivalin Hillary Clinton für deren Nutzung eines privaten E-Mail-Servers für Dienstzwecke verbal scharf attackiert. Er nannte sie „Betrügerische Hillary“ und erklärte, sie gehöre ins Gefängnis.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%