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Pressestab Obama-Sprecher Carney tritt zurück

Dreieinhalb Jahre war Jay Carney das Sprachrohr von US-Präsident Obama. Nun tritt er unvermittelt zurück. Auf ihn folgt Josh Earnest, ein weiterer Vertrauter Obamas.

Earnest gilt im Pressestab des Weißen Hauses als beliebt. Reporter begrüßten die Personalentscheidung mit Applaus. Quelle: AP

Der bisherige Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, gibt seinen Posten auf. US-Präsident Barack Obama sagte am Freitag, es sei „bittersüß“, seinen Freund zu verabschieden. Gründe für das Ausscheiden nannte er nicht. Carney hat den Job seit dreieinhalb Jahren ausgeübt. Zuvor berichtete er als Reporter für das „Time“-Magazin aus dem Weißen Haus und wechselte dann zunächst als Kommunikationschef in den Stab von Vizepräsident Joe Biden.

„Er ist an dieser Stelle mit der Perspektive eines Reporters“, sagte Obama. „Deswegen denke ich - ob Sie mir glauben oder nicht -, wird er es vermissen, mit ihnen herumzuhängen.“

Carneys Nachfolger wird der bisherige stellvertretende Sprecher Josh Earnest. Carney erklärte, die Amtsübergabe solle bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Allerdings nimmt Earnest bereits anstelle Carneys an der Europareise Obamas in der kommenden Woche teil.

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Earnest gilt im Pressestab des Weißen Hauses als beliebt. Reporter begrüßten die Personalentscheidung mit Applaus. Earnest kommt aus Kansas City und ist seiner Heimat, vor allem der dortigen Baseball-Mannschaft Royals, nach Obamas Worten weiterhin eng verbunden. Obama würdigte Earnest, sein Name beschreibe sein Verhalten. Das Wort „earnest“ bedeutet auf Deutsch „aufrichtig“. „Josh ist ein aufrichtiger Typ und man findet selbst außerhalb Washingtons keinen netteren Mann“, sagte er.

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Zur Hauptaufgabe des Sprechers des Weißen Hauses gehören regelmäßige Pressekonferenzen und Fragerunden mit Journalisten. Earnest sagte, er sei dankbar und aufgeregt und freue sich auf die kommenden Jahre mit den Journalisten.

Bislang übernahm Earnest häufig die Briefings der Reporter im Weißen Haus oder an Bord der Air Force One, wenn Carney nicht anwesend war. Earnest arbeitet seit 2008 mit Obama zusammen. Damals war er für Fragen rund um den Staat Iowa in seinem Wahlkampfteam zuständig.

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