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Protestbewegung Hongkonger Aktivist Joshua Wong kandidiert bei Kommunalwahl

Der 22-jährige Wortführer der Hongkonger Protestbewegung will in den Bezirksrat einziehen – und warnt bereits vor einem möglichen Ausschluss von der Wahl.

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Der bekannte Hongkonger Demokratieaktivist Joshua Wong will bei einer Kommunalwahl in seiner Heimat kandidieren. Sollte er von der Wahl zum Bezirksrat im November aus irgendwelchen Gründen ausgeschlossen werden, würde das den Protesten in Hongkong nur mehr Zulauf bescheren, warnte er die chinesische Führung bei der Bekanntgabe am Samstag.

Am Samstag war auch noch eine Großkundgebung geplant, anlässlich des fünften Jahrestags der sogenannten Regenschirm-Proteste gegen die chinesische Führung in Hongkong. Der heute 22-Jährige Wong war bereits damals als Jugendlicher einer der Wortführer gewesen. Unter anderem blockierten die Demonstranten damals 79 Tage lang wichtige Straßen, um damit für eine freie Wahl der Regierung von Hongkong zu protestieren.

Die chinesische Führung gab damals allerdings nicht nach. Seit Monaten demonstrieren Bewohner Hongkongs nun wieder. Auslöser war diesmal ein umstrittenes Gesetzesvorhaben, das eine Auslieferung von Verdächtigen nach China ermöglich hätte. Die Demonstranten erreichten, dass die Hongkonger Regierung die Pläne zurücknahm, sie demonstrieren aber jetzt auch wieder für mehr Demokratie und Transparenz.

Wong sagte, die Wahlen zum Bezirksrat seien wichtig, um eine Botschaft an Peking zu senden, dass die Menschen diesmal nicht aufgeben würden. „Vor fünf Jahren haben wir geschworen zurückzukehren und jetzt sind wir zurück, mit noch mehr Entschlossenheit“, sagte Wong. „Der bevorstehende Kampf ist der Kampf für unser Heim und unsere Heimat.“

Wong, der zuletzt auch in Deutschland für seine Sache geworben hatte, wurde im Zuge der Proteste bereits mehrmals festgenommen und inhaftiert. Er sei sich bewusst, dass er als Kandidat disqualifiziert werden könnte so wie mehrere andere aus der von ihm 2016 mitgegründeten Partei Demosisto, die ebenfalls bei Wahlen nicht antreten hatten dürfen. „Wenn sie mich disqualifizieren ... wird das nur mehr und mehr Dynamik generieren ... sie werden den Preis dafür zahlen.“

Mehr: In China gelingt seit Jahrzehnten das Wirtschaftswunder per Regierungsdekret. Doch die Spannungen im Land mehren sich. Wie lange geht das noch gut?

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