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Proteste gegen Regierungschef Polizei geht gewaltsam gegen Demonstranten in Armenien vor

Die politische Krise in Armenien spitzt sich zu: Am Sonntag ging die Polizei in Eriwan gewaltsam gegen die Demonstranten vor.

In der Ex-Sowjetrepublik im Südkaukasus haben sich seit Tagen die Proteste gegen Regierungschef Sargsjan verstärkt, Quelle: dpa

EriwanAm zehnten Tag der Straßenproteste in Armenien ist die Polizei am Sonntag mit Gewalt gegen die Demonstranten vorgegangen. Im Zentrum der Hauptstadt Eriwan seien Dutzende Menschen festgenommen worden, berichteten Augenzeugen. Auch der Anführer der Proteste, der Oppositionsabgeordnete Nikol Paschinjan, wurde nach Medienberichten festgehalten. Die starken Polizeikräfte setzten angeblich Blendgranaten gegen die Menge ein

Zuvor war ein Treffen zwischen Paschinjan und dem Ministerpräsidenten Sersch Sargsjan gescheitert. Sargsjan brach das Gespräch nach zwei Minuten ab, weil Paschinjan seinen Rücktritt forderte. „Das sind keine Verhandlungen, das ist kein Dialog, dass ist Erpressung der gesetzmäßigen Staatsmacht“, sagte er vor laufenden Kameras.

In der Ex-Sowjetrepublik Armenien im Südkaukasus hatten sich seit Tagen die Proteste gegen Sargsjan verstärkt, weil er vom Präsidentenamt auf den Posten des Regierungschefs gewechselt ist. Die Demonstranten werfen ihm vor, dass er damit nur an der Macht festhalten will. Am Samstagabend versammelten sich nach Augenzeugenberichten etwa 40.000 Menschen im Zentrum der Hauptstadt. „Die samtene Revolution ist unumkehrbar, ihr Sieg ist unabwendbar“, sagte Paschinjan..

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