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Putin-Interview und Reaktionen „Leute, wo gibt's Panzer?“

Journalistisches Versagen oder fairer Meinungsaustausch? Das Interview mit Wladimir Putin in der ARD am Sonntagabend schlägt hohe Wellen. Die Reaktionen im Netz gehen auseinander – erstaunlich abhängig vom Netzwerk.

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Die Diskussion im Netz: Ist Wladimir Putin der Böse oder bloß ein guter Kreml-Chef? Die Meinungen gehen auseinander.

Düsseldorf Kaum läuft das Interview mit Wladimir Putin am Sonntagabend in der ARD, glühen bei Twitter die Hashtags #Putin und #ARD. Minütlich erscheinen neue Tweets, der Tenor hier ist eindeutig Putin-kritisch.

So twittert der Ex-Chefredakteur der Wirtschaftswoche, Roland Tichy:

Halb ernst, halb satirisch nimmt er Bezug auf Putins Aussage zu Panzer-Käufen. Seine Kritik lässt sich herauslesen. Genauso wie die von Julia Gurol, die hinterher zur Putin-Sendung von Günther Jauch twittert; ebenfalls mit einem Augenzwinkern.

Es wird sich jedoch nicht nur über den Staatschef Russlands lustig gemacht. Bei Facebook geht die durchschnittliche Meinung in eine ganz andere Richtung. Die Nutzerin Karola Köblitz schreibt beispielsweise: „Wer dieses Interview gesehen hat und genau und ehrlich nachdenkt, muss sich eingestehen, dass er recht hat.“

Johannes Zoller postet einen Kommentar unter das Interview auf der ARD-Fanseite: „Das Interview von Hubert Seipel mit Wladimir Putin zeigt deutlich auf, dass es sehr wohl möglich ist, mit dem russischen Präsidenten in positiver Art und Weise ins Gespräch zu kommen. Seipel lässt Putin ausreden, hört aufmerksam zu, denkt klar mit und stellt sinnvolle Fragen. Ich denke, dass die Zeit gekommen ist für vorurteilslose Kooperation und den Abschied von veralteter Ideologisierung.“

Die Internet-Häme geht nicht nur gen Kreml-Chef. Auch der NDR-Journalist Hubert Seipel erntet im Nachhinein viel Kritik – unter anderem von Kollegen, wie Richard Weber vom „Tagesspiegel“:
“Das Gespräch – ein braves Frage-Antwort-Spiel. Langweilig. Ohne Höhepunkte.“

Und dabei steht nicht immer sein Auftritt in der ARD im Vordergrund. Auch Putins Abgang beim G20-Gipfel ist Thema:

Zwischen Seipel-Kritik und Putin-Satire gibt es im Netz auch Kommentare zu den wirtschaftlichen Ansichten des Kremlchefs. So schreibt der Kommentator „Herr Daniel Mayr“ auf der Handelsblatt-Seite: „Die Wirtschaftsvertreter müssen diese Position einnehmen, nicht aus eigener Überzeugung, sondern weil sie die Interessen der Aktionäre vertreten müssen.“

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